Equity Insights: Was ist Private Equity
21. August 2024
Equity Insights: Was ist Private Equity21. August 2024 Was versteht man unter dem Begriff „Private Equity“?Der englische Begriff Private Equity“ ist gesetzlich nicht definiert. Wörtlich übersetzt bedeutet er „privates Eigenkapital“ und steht im Kern für eine Investmentstrategie bei der mittel- bis langfristig über eine Eigenkapitalbeteiligung in nicht börsennotierte Unternehmen mit erwartet hohem Wachstumspotential investiert wird. Finanziert werden diese Investitionen über von Private Equity-Gesellschaften aufgesetzte Private Equity-Fonds, die sich wiederum aus dem eingesammelten Geld von Anlegern speisen. Private Equity-Gesellschaften sind damit Finanzintermediäre, die Anlegern (in der Regel große institutionelle Anleger) helfen, in kapitalsuchende Unternehmen zu investieren. Woher kommt Private Equity?Die modernen Vorläufer der Private Equity-Gesellschaften haben ihren Ursprung in den USA der vierziger Jahre des vorigen Jahrhunderts. Nach dem zweiten Weltkrieg entstanden in den USA im Rahmen der privaten Gründungsfinanzierung zunächst die ersten Venture Capital-Gesellschaften. In den 1960ern entwickelten sich dann auf dieser Basis die ersten Private Equity-Fonds nach heutigem Modell. Weshalb beteiligen sich Private Equity Fonds an Unternehmen?Ziel der Beteiligung an Unternehmen ist die Erzielung einer positiven (Mindest-) Rendite. Dies soll durch die Wertsteigerung der Beteiligung erreicht werden. Nach Ablauf der Investitionsperiode (häufig zwischen 5 und 7 Jahren) und im Idealfall nach Wertsteigerung der Beteiligung, erfolgt der sog. „Exit“. Der Private Equity-Fonds verkauft über seine Beteiligungsgesellschaft die Beteiligung an dem Unternehmen und die hierdurch realisierte Rendite wird an die Anleger des Private Equity Fonds ausgeschüttet. In seltenen Fällen kommt es statt eines Verkaufs über einen IPO zum Exit. Was ist der Unterschied zwischen Private Equity und Venture Capital?Private Equity umfasst als Oberbegriff auch das Venture Capital (dt.: Wagniskapital) aus dem sich das heutige Private Equity-Modell in den 1960ern gebildet hat. Sowohl Venture Capital-Gesellschaften als auch Private Equity-Gesellschaften verfolgen das gleiche Grundmodell. Sie investieren in bzw. beteiligen sich an Unternehmen mit dem Ziel, den Wert der Beteiligung zu steigern und diese Wertsteigerung über einen „Exit“ in Form einer Rendite zu realisieren. Die Unterscheidung zwischen Private Equity und Venture Capital erfolgt im Wesentlichen über die Strategien mit dem dieses Ziel verfolgt wird. Während Private Equity-Gesellschaften sich meist an bereits am Markt etablierte Unternehmen und meist mindestens in Form einer Mehrheitsbeteiligung beteiligen, investieren Venture Capital-Gesellschaften in sog. Start-ups, das heißt in Unternehmen, die sich noch in einer frühen Entwicklungsphase befinden. Dabei erwerben sie zumeist nur Minderheitsbeteiligungen. Die Anlagestrategie von Private Equity-Gesellschaften und Venture Capital-Gesellschaften unterscheidet sich somit insbesondere im Hinblick auf die Höhe der Beteiligung und dem Reifegrad des Unternehmens als Investmentobjekt. Bei Venture Capital Investitionen besteht aufgrund der frühen Entwicklungsphase des Zielunternehmens ein vergleichsweise hohes Risiko des Totalausfalls des einzelnen Investments, was der Begriff „Venture Capital bzw. „Wagniskapital“ auch zum Ausdruck bringt. Was ist der Unterschied zwischen Private Equity Fonds und Hedgefonds?Während Private Equity-Fonds sich typischerweise mittel- bis langfristig direkt an nicht-börsennotierte Unternehmen mit dem Fokus auf Wertsteigerung des Beteiligungswerts beteiligen, bedienen sich Hedgefonds unterschiedlichster Anlagestrategien. Anlageobjekte sind dabei häufig börslich gehandelte Wertpapiere und Finanzinstrumente. Auch wenn der Namensbestandteil „Hedge“ etwas Gegenteiliges nahelegt, sind die Investmentstrategien von Hedgefonds dabei vergleichsweise risikoreich, opportunistisch und eher spekulativer Art. So handeln Hedgefonds nicht nur mit börslich gehandelten Wertpapieren, sondern spekulieren auch mit Leerverkäufen, Derivaten und Termingeschäften. Publikationen
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